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Heyo Aden wurde am 11. März 1890 in Großefehn/Ostfriesland geboren. Er starb am 1. Dezember 1989 in Osnabrück.

Eintritt in die Kaiserliche Marine ??

Kleiner Kreuzer SMS EMDEN (?? bis 9. November 1914)
Heyo Aden befand sich am Morgen des 9. November 1914 auf dem vorderen Scheinwerferpodest, um die Scheinwerfer zu reinigen. Zugleich beobachtete er von seiner erhöhten Position die Aktionen des Landungszuges. Gegen 08.30 Uhr sah er, wie der Funkmast der Insel zusammenfiel. Bald darauf kam im Nordosten eine Rauchfahne in Sicht. Man vermutete den Kohlendampfer BURESK. Aden bemerkte, dass man die Rauchfahne auf der Brücke fortwährend beobachtete und sich eifrig darüber unterhielt. Kurze Zeit später kam Oberleutnant zur See Geerdes zu ihm hinauf. Nach intensiver Beobachtung war er sich sicher, dass ein Kriegsschiff nahte. Bald darauf gab es Alarm.

Aden begab sich auf seine Gefechtsstation im Steuerbord Hilfsmaschinenraum. Dort hatte er die Turbo Dynamo Maschine zu bedienen, die zur Stromversorgung diente. Im Laufe der Schlacht gab es mehrere Treffer im Achterschiff, welche zu einem schweren Brand führten. Eine unerträgliche Hitze entstand im Steuerbord Hilfsmaschinenraum. Zuweilen drangen auch giftige Gase ein. Die Männer stopften sich Baumwolle in den Mund und kühlten die Köpfe mit dem Feuerlöschschlauch. Die Stromversorgung konnte bis zum Schluss aufrechterhalten werden. Als man den Raum verlassen wollte, klemmte das Panzerluk. Bei dem Versuch, es zu öffnen, verbrannte sich Aden beide Hände. Schließlich konnte man durch ein Oberlicht entkommen. Aden wurde zu den anderen Verwundeten auf die Back gebracht und dort versorgt. Am nächsten Morgen gelangte er auf die SYDNEY, mit der er vier Tage später in Colombo (Sri Lanka, ehem. Ceylon) ankam.

In britischer/australischer Gefangenschaft (10. November 1914 bis 1919)
Aden und die übrigen Verwundeten kamen bis zu ihrer Genesung ins Diyatalawa Camp. Anfang 1915 wurden sie nach Australien gebracht. Aden kam mit den Unteroffizieren und Mannschaften in das Lager Holsworthy (New South Wales).

Nach seiner Heimkehr im Jahr 1919, nahm Aden als Leutnant zur See 1923 seinen Abschied von der Marine. Er arbeitete fortan als Elektroingenieur. Im Februar 1934 erhielt er die Berechtigung den Zusatznamen EMDEN führen zu dürfen. Von 1936 bis 1945 diente er als Logistik Offizier in der Luftwaffe.

Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete Aden als Betriebsleiter in einem Torfwerk, bevor er 1958 in den Ruhestand ging. Als letzter Überlebender der SMS EMDEN Besatzung war Heyo Aden-Emden bei der Indienststellung der Fregatte EMDEN am 7. Oktober 1983 zugegen.