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Fritz Andresen wurde am 4. November 1883 in Flensburg geboren.

Eintritt in die Kaiserliche Marine am 1. Oktober 1903

Allgemeines:
Linienschiff SMS ZÄHRINGEN, I. Geschwader, Hochseeflotte (April 1909 bis März 1911)
Ingenieurs- und Deckoffiziersschule, Wilhelmshaven (April 1911 bis März 1912)
Wachingenieur Linienschiff SMS OSTFRIESLAND, Flaggschiff I. Geschwader, Hochseeflotte (April 1912 bis März 1914)

Nach Ostasien kommandiert - mit HAPAG-Dampfer PATRICIA von Wilhelmshaven nach Tsingtau (23. April 1914 bis 3. Juni 1914)

Auf der EMDEN:

Fritz Andresen kam am 3. Juni 1914 als Wachingenieur an Bord des Kleinen Kreuzers SMS EMDEN. Er war für die Hilfsmaschinen und damit u.a. für die Wasserversorgung bzw. -ergänzung zuständig. Während der Kaperfahrt leitete er auch die Versenkungskommandos auf den gekaperten Schiffen.

Während des letzten Gefechtes am 9. November 1914 hatte Andresen die Leitung der Lecksicherung in der Zentrale. Er vertrat damit den Ersten Offizier Hellmuth von Mücke, welcher mit seinem Landungszug nicht mehr an Bord gelangen konnte. Etwa 20 Minuten nach Gefechtsbeginn fielen im Kommandoturm Ruder und Maschinentelegraf aus. Daraufhin sollte aus Abteilung I gesteuert werden. Die Trefferauswirkungen sowie die Rauchbildung waren jedoch so stark, dass dies nicht mehr möglich war. Nun sollten die Maschinen mit dem Telegrafen Zentrale bedient werden und zugleich das Notruder auf der Hütte klar gemacht werden. Weitere Treffer verhinderten jedoch auch dies. Man steuerte nun mit den Maschinen. Die Befehle mussten über die Sprachrohre an die Maschinen gegeben werden. Das dauerte mitunter ziemlich lange. Auf die Meldung hin, dass nach einem Treffer der Torpedoraum voll Wasser liefe, befahl Andresen, die vordere Dampflenzpumpe einzuschalten. Diese arbeitete bis zuletzt, ebenso das Licht sowie die Umdrehungsanzeiger.

Gegen 11.20 Uhr lief das Schiff auf. Kurz darauf wurde den Leuten in den Maschinenräumen befohlen, die Bodenventile zu öffnen und die Kesselfeuer zu löschen. Andresen überlebte das Gefecht unverletzt. Er kam später in Gefangenschaft ins Fort Verdala (Malta).

Andresen wurde am 4. März 1920 verabschiedet unter gleichzeitiger Ernennung zum Marine-Oberingenieur.

Beförderungen:
Marineingenieuroberanwärter (April 1904)*
Marineingenieurapplikant (Oktober 1904)*
Marineingenieuroberapplikant April 1906)*
Marineingenieuraspriant (1. September 1908)
Marineingenieuroberaspirant (1. Oktober 1910)
Marine-Ingenieur (24. Oktober 1911)
Marine-Oberingenieur (4. März 1920)

*aufgrund von Vergleichen anderer Ingenieuroffiziere vermutete Daten