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Im Oktober 1999 waren die beiden Familien Mehl und Trapp zu einem zweimonatigen, auch maritim orientierten Urlaub in Australien. Vor der Abreise hatten Mitglieder der „Emdenfamilie“ und natürlich unser Kamerad Hannes Schulze FK a.D. Trapp, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schiffahrt und Marinegeschichte, gebeten, sich nach dem Bugwappen der SMS Emden umzusehen. Es gab vage Informationen, die besagten, dass irgendwo im Großraum Melbourne eines der beiden Bugwappen noch vorhanden sind. Zu Beginn des Urlaubs stand allerdings erst einmal die Urlaubsgruppe im Vordergrund.

HMAS Castlemaine:

(Foto: Hans Mehl)

Auf der HMAS Castlemain
Recherchen und Nachfragen im Maritime Museum von Melbourne am Yarra River wurden negativ beschieden. Niemand wusste, wo das Wappenschild wohl sein könnte. Beim Bummel durch den Stadtteil Williamstown war dann im Verlaufe des Urlaubs ein Besuch an Bord auf dem Museumsschiff HMAS „Castlemaine“ vorgesehen. Das Schiff war eine Korvette und diente früher bei der Minensuche. Eine Besichtigung zum geplanten Zeitpunkt war allerdings nicht möglich. Wie man der Gruppe an der Stelling erklärte, würde gerade ein Diner für Veteranen der Navy in der Messe gegeben. Als sich die beiden Besucher aber als German Navy Officers (Rtd) „enttarnten“, wurde ihnen eine Stunde später doch noch ein Rundgang durch das Schiff gewährt.

Das Wappen:

Es ist erstaunlich gut erhalten. (Foto: Hans Mehl)

"Wir haben das Wappen an Bord"
Bevor die beiden ihren Fuß an Deck setzen konnten, kam schon der Hinweis „Wir haben auch das Wappen der SMS Emden an Bord." Durch Zufall war ein Volltreffer gelandet worden. Der Hinweis war auch so etwas wie ein Geheimtip und man bekannte, dass das Wappen nur provisorisch in einem Seiten-Verkehrsgang angebracht sei. Mitarbeiter würden jedoch die Gruppe begleiten und behilflich sein, falls dies erforderlich sei. Diese Hilfe wurde dann auch benötigt, denn das Schild war von Barhockern und Stühlen zugestellt und musste erst einmal befreit werden. Aufgrund der hier herrschenden Enge war auch nicht an ein Foto zu denken. Ein „dienstbarer Geist“ wusste jedoch Rat und besorgte den Schlüssel zu einer zufällig entdeckten, gegenüber liegenden Tür (Entschuldigung, zu einem Schott.) Das in der dahinter liegenden Kammer gelagerte Sperrgut wurde beseitigt. Erst jetzt war es möglich, das hier abgebildete Foto der Bugzier des legendären Kreuzers zu schießen.

Schwer beschädigt
Bereits kurz nach dem Gefecht waren erste Ausrüstungsgegenstände und nautische Geräte wie der Brückenkompass für wehrtechnische Zwecke von dem Wrack geborgen worden. Darunter befanden sich auch die beiden Bugwappen sowie die schwer beschädigte Heckzier. Sie ist nicht ausgestellt, da sie zu schwer beschädigt ist (Brandschäden). Drei nach 1917 demontierte 10,5-cm-Geschütze stehen gut restauriert in Sydney beziehungsweise in Canberra.

Zur Person
FK a.D. Dietrich Trapp war bis zur Einheit unseres Landes in der Volksmarine tätig.
Hans Mehl ist zuletzt als Kapitän der DDR-Volksmarine zur See gefahren.