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Ernst Gaede wurde am 5. Juni 1885 in Hannover geboren; er fiel am 9. November 1914 an Bord der SMS EMDEN vor North Keeling Island.

Eintritt in die Kaiserliche Marine im 1. April 1903.

Allgemeines (vor dem 29. Mai 1913)
Grundausbildung und praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS STEIN (1. April 1902 bis 31. März 1903)*
Marineschule Kiel (1. April 1904 bis 31. März 1905)
Spezielle Kurse (1. April 1905 bis 30. September 1905)*
- 9 Wochen Torpedoschulschiff SMS BLÜCHER, Flensburg-Mürwik
- 4 Wochen Infanteriekursus, I. Seebataillon, Wilhelmshaven oder II. Seebataillon, Kiel
- 12 Wochen Artillerieausbildung

Linienschiff SMS ZÄHRINGEN, I. Geschwader, aktive Schlachtflotte (1. Oktober 1905 bis März 1907)
Schulschiff SMS STEIN, Inspektion des Bildungswesens (April 1907 bis April 1908)
- mit den Offiziersanwärtern der Crew 1907
- Rollenoffizier an Bord war damals Lothar v. Arnauld de la Periere

Schulschiff SMS VICTORIA LOUISE, Inspektion des Bildungswesens, (April 1908 bis April 1909)
- mit den Offiziersanwärtern der Crew 1908 (u.a. Reinhold Saltzwedel, später bekannter U-Boot-Kommandant)

Schulschiff SMS KÖNIG WILHELM, Inspektion des Bildungswesens (April 1909 bis April 1910)
Kompanieoffizier IV. Matrosenartillerieabteilung, Cuxhaven (April 1910 bis April 1912)
- Anm.: Chef der dortigen 1. Kompanie war seinerzeit Hans Bess

SMS NASSAU, I. Geschwader, Hochseeflotte (April 1912 bis März 1913)

Nach Ostasien kommandiert - mit NDL-Dampfer KÖNIGIN LUISE von Bremerhaven nach Shanghai (15. April 1913 bis 29. Mai 1913)

Auf der EMDEN:
Ernst Gaede trat am 29. Mai 1913 sein Kommando als Erster Artillerieoffizier (IAO) auf dem Kleinen Kreuzer SMS EMDEN an. In dieser Funktion erlebte er die Unruhen in China sowie die Beschießung des Forts Tung-Lin-Chan am Jangtsekian mit. Es folgte die legendäre Kaperfahrt vom 1. August 1914 bis zum 9. November 1914, an der Gaede mit der Zerstörung der Öltanks von Madras sowie der Versenkung des russischen Kreuzers Schemtschug in Penang, einen wesentlichen Anteil hatte.

Bei dem Gefecht mit dem australischen Kreuzer SYDNEY am 9. November 1914 leitete Gaede das Geschützfeuer zunächst vom Kommandoturm aus. Kurz nach 10 Uhr erhielt die EMDEN einen Treffer vor dem Kommandoturm. Splitter drangen durch die Sehschlitze und verwundeten Gaede im Gesicht. Nachdem das Feuer der EMDEN, infolge erschwerter Befehlsübermittlung und mangelnder Munitionszufuhr immer mehr nachließ, begab er sich (lt. Huff gegen 10.30 Uhr) an die Geschütze. Es gelang ihm, die verbliebenen Leute an zwei noch intakten Geschützen zu sammeln und einzelne Granaten herbeizuschaffen. In den nächsten Minuten wurde Gaede am II. Steuerbordgeschütz erneut verwundet. Er schoss weiter. Gegen 10.55 Uhr fiel das letzte Geschütz der EMDEN aus und Gaede wurde zum dritten Mal verwundet. Er blieb am II. Backbordgeschütz liegen, wo kurz zuvor auch Leutnant Zimmermann gefallen war. Gaede wurde wenig später vom II. TO,  Leutnant zur See Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen, gefunden und noch zu den übrigen Verwundeten auf die Back gebracht. Dort erlag er seinen schweren Verletzungen.

Beförderungen:
Fähnrich zur See (15. April 1904)
Leutnant zur See (28. September 1906)
Oberleutnant zur See (6. Juni 1908)
Kapitänleutnant (22. März 1914)

* Karl Peter: Seeoffizieranwärter. Ihre Ausbildung von 1848 bis heute. Mürwik 1969, S. 93 - Reihenfolge ungewiss

PS: Gaedes jüngerer Bruder Rudolf (Crew 1910) fiel in der Skagerrakschlacht am 31. Mai 1916 auf dem Schlachtkreuzer SMS LÜTZOW