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August Geerdes wurde 31. März 1888 in Syke geboren und wuchs in Oldenburg auf. Er starb am 16. Februar 1959 in Hamburg.

Eintritt in die Kaiserliche Marine am 1. April 1906.

Allgemeines:
Grundausbildung und praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS CHARLOTTE (1. April 1906 bis 31. März 1907)
II. Inspektion Marineschule Kiel (1. April 1907 bis 31. März 1908)
Spezielle Kurse (1. April 1908 bis 30. September 1908)*
- 9 Wochen Torpedoschulschiff SMS WÜRTTEMBERG, Flensburg-Mürwik
- 4 Wochen Infanteriekursus, I. Seebataillon, Wilhelmshaven oder II. Seebataillon, Kiel
- 12 Wochen auf der Artillerieschule Sonderburg

Linienschiff SMS MECKLENBURG, I. Geschwader, Hochseeflotte (1. Oktober 1908 bis 31. Juli 1911)
Linienschiff SMS OSTFRIESLAND, I. Geschwader, Hochseeflotte (1. August 1911 bis 30. September 1911)
- Anm.: SMS OSTFRIESLAND ersetzte die am 31. Juli 1911 außer Dienst gestellte SMS MECKLENBURG

Platzmajor Kommandantur Helgoland, Marinestation Nordsee (1. Oktober 1911 bis 30. September 1913)
- zugl. Gerichtsoffizier
Nach Ostasien kommandiert - mit NDL-Dampfer PRINZESS ALICE von Hamburg nach Shanghai (16. Oktober 1913 bis 1. Dezember 1913)

Auf der EMDEN:
Oberleutnant zur See August Geerdes war seit dem 1. Dezember 1913 als Wach- und Divisionsoffizier an Bord der SMS EMDEN. Am Morgen des 9. November 1914 befand er sich zunächst auf der Brücke, von wo aus er mit dem Kommandanten und anderen Offizieren sowie dem Steuermannsmaaten Hugo Plötz die in Sicht gekommene Rauchfahne der HMAS SYDNEY beobachtete. Kurz darauf enterte er auf den vorderen Scheinwerferstand, wo sich zu dem Zeitpunkt der Maschinistenmaat Aden aufhielt. Nach einem langen Blick durchs Fernglas, stand für ihn fest, dass sich ein Kriegsschiff näherte.

Bei dem anschließenden Gefecht mit der SYDNEY befehligte Geerdes die Vorschiffsartillerie und erlitt dabei eine Verwundung am Kopf. Nach dem Auflaufen der EMDEN brachte man ihn zu den anderen Verwundeten auf die Back.

Nach dem 9. November 1914:
Nachdem die HMAS SYDNEY die deutschen Überlebenden übernommen hatte, brachte sie diese zunächst nach Colombo (Sri Lanka). Geerdes verblieb als einziger Offizier dort bis zu seiner Genesung. Im August 1915 wurde er nach Australien in das Gefangenenlager BERRIMA gebracht. Ende Mai 1919 wurde er dort entlassen und gelangte mit dem Dampfer KURSK in die Heimat zurück, wo er am 20. Juli 1919 eintraf.

Geerdes schied am 27. Dezember 1919 aus der Marine aus. Nach einigen Jahren als kaufmännischer Angestellter war er 15 Jahre lang als Kaffee-Importeur in Hamburg tätig. Er nahm den Zusatznamen „EMDEN“ an und wurde mit Beginn des Zweiten Weltkrieges als z.V.-Offizier wieder verwendet. Im Range eines Korvettenkapitäns z.V. war Geerdes-Emden von April 1941 bis Mai 1945 Stabsoffizier bei der Kriegsmarinewerft St. Nazaire. Ihm unterstand dabei das Ausrüstungsressort (I). Am 10. Mai 1945 geriet er in französische Gefangenschaft, aus welcher er wenige Monate später entlassen wurde.
August Geerdes-Emden kehrte nach Hamburg zurück, wo er bis 1952 als Kaffee-Makler tätig war.

Beförderungen:
Fähnrich zur See (6. April 1907)
Leutnant zur See (30. September 1909)
Oberleutnant zur See (19. September 1912)
Kapitänleutnant (31. Juli 1919)
Korvettenkapitän z.V ( 1. September 1940)

Auszeichnungen:
Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse
* Karl Peter: Seeoffizieranwärter. Ihre Ausbildung von 1848 bis heute. Mürwik 1969, S. 93 - Reihenfolge ungewiss