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Hans Gropius wurde am 20. Mai 1883 in Weilburg (Region Oberlahn) geboren; er fiel am 9. November 1914 im Indischen Ozean vor den Cocos Inseln.

Er trat im April 1902 in die Marine ein.

Allgemeines (vor dem 29. Mai 1913)
Grundausbildung und praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS ?? (1. April 1902 bis 31. März 1903)*
Marineschule Kiel (1. April 1903 bis 31. März 1904)*
Spezielle Kurse (1. April 1904 bis 30. September 1904)**
- 9 Wochen Torpedoschulschiff SMS BLÜCHER, Flensburg-Mürwik
- 4 Wochen Infanteriekursus, I. Seebataillon, Wilhelmshaven oder II. Seebataillon, Kiel
- 12 Wochen Artillerieausbildung

Linienschiff SMS WEISSENBURG, I. Geschwader, aktive Schlachtflotte (Oktober 1904 bis ??)
Linienschiff SMS HESSEN, I. Geschwader, aktive Schlachtflotte (April 1906 bis März 1907)
- zusammen mit Johannes Klöpper

Spezialschiff SMS NAUTILUS, Minenversuchskommission, Kiel (April 1907 bis April 1908)
Probefahrten auf den Linienschiffen SMS SCHLESIEN und SMS SCHLESWIG-HOLSTEIN, Schiffe im Inlande (April 1908 bis Sommer 1908)
Nach Westfarika kommandiert - mit ?? (Sommer 1908)
Kleiner Kreuzer SMS SPERBER, westafrikanische Station, Schiffe im Auslande (Oktober 1908 bis März 1910)
Heimreise mit ?? (Frühjahr 1910)
Kommandant M-Boot SM D3, Führerboot I. Minensuch-Division, Insp. d. Küstenartillerie & d. Minenwesens. (April 1910 bis April 1912)
Linienschiff SMS HELGOLAND, I. Geschwader, Hochseeflotte (April 1912 bis März/April 1914)

Nach Ostasien kommandiert - mit HAPAG-Dampfer PATRICIA von Wilhelmshaven nach Tsingtau (23. April 1914 bis 3. Juni 1914)

Auf der EMDEN:
Gropius löste Hellmuth von Mücke am 3. Juni 1914 als Navigationsoffizier auf der SMS EMDEN ab. Diesen Posten behielt er nach Kriegsbeginn bis zum 18. Oktober. An diesem Tage übernahm er das Kommando auf den gerade gekaperten Dampfer EXFORD, welcher fortan zum zweiten Kohlenversorger der EMDEN wurde. Seinen Posten auf der EMDEN übernahm Oberleutnant zur See der Reserve Julius Lauterbach. Als Handelsschiffskapitän war ihm dieses Ressort bestens vertraut. Ebenso kannte er den Hafen von Penang, was für den Angriff der EMDEN am 28. Oktober von großem Nutzen war. Bei einem erneuten Zusammentreffen mit der EXFORD, am 8. November, wechselten beide Offiziere ihre Posten.

Zu Beginn des Gefechtes mit der HMAS SYDNEY am 9. November 1914 hielt sich Gropius zunächst in Feuerlee des Kommandoturmes auf. Gegen 10.00 Uhr versagte durch diverse Treffer das Ruder. Daraufhin begab sich der NO mit dem Gefechtsrudergänger und dem Personal der vorderen Signalstelle nach achtern. Das Handruder war jedoch wegen des durch Treffer verbogenen Gestänges unbrauchbar. Brände machten zudem ein Vordringen in die Abteilung I unmöglich. Gropius kehrte zum Kommandoturm zurück und machte von Müller eine entsprechende Meldung. Danach ging er wieder nach achtern und bediente mit den Leuten die V. Geschütze (ganz achtern). Kurz darauf verursachte ein Treffer in die Bereitschaftsmunition der IV. Geschütze (hierbei wurde der II AO von Levetzow getötet) eine heftige Explosion und einen sich rasch ausdehnenden Brand. Gropius soll hierbei verwundet worden sein (lt. Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen). Er und die restliche Bedienung der V. Geschütze wurden durch den Brand auf der Hütte abgeschnitten und mussten sich immer weiter nach achtern zurückziehen. Der Luftdruck eines weiteren Treffers auf oder unter der Hütte fegte den NO und acht weitere Männer über Bord. Drei von ihnen wurden Stunden später vor North Keeling von HMAS SYDNEY aufgefischt. Gropius war nicht unter ihnen.

Beförderungen:
Fähnrich zur See (11. April 1903)
Leutnant zur See (29. September 1905)
Oberleutnant zur See (30. März 1908)
Kapitänleutnant (13. Oktober 1913)

Auszeichnungen:
Rettungsmedaille am Bande
Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse
* angenommene Kommandos durch Vergleiche mit Crewkameraden
** Karl Peter: Seeoffizieranwärter. Ihre Ausbildung von 1848 bis heute. Mürwik 1969, S. 93 - Reihenfolge ungewiss