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Johannes Klöpper trat am 7. April 1900 in die Kaiserliche Marine ein (Crewkamerad von Hellmuth v. Mücke)

Infanteristische Grundausbildung, Marineschule Kiel (7. April 1900 bis Mai 1900)
Praktische Bordausbildung auf dem Schulschiff SMS STOSCH (Mai 1900 bis 31. März 1901)
Marineschule Kiel und spezielle Kurse in Artillerie-, Infanterie- und Torpedowesen (1. April 1901 bis 30. September 1902)*

Linienschiff SMS WETTIN, I. Geschwader, aktive. Schlachtflotte (1. Oktober 1902 bis September 1904)
- am 1. Oktober 1902 in Dienst gestellt

Kompanieoffizier II. Werftdivision, Wilhelmshaven (Oktober 1904 bis Mai 1905)
Linienschiff SMS HESSEN (18. Mai 1905 bis März 1907)
- am 18. Mai 1905 in Dienst gestellt

Adjutant II. Abteilung, II. Werftdivision, Wilhelmshaven (April 1907 bis März 1908)
Kleiner Kreuzer SMS BUSSARD, ostafrikanische Station (April 1908 bis März 1910)
z. Vfg. II. Marineinspektion, Wilhelmshaven (April 1910 bis März 1911)
Chef 7. Kompanie, III. Abteilung, II. Matrosen-Division, Wilhelmshaven (April 1911 bis März 1912)
Großlinienschiff SMS OLDENBURG, I. Geschwader, Hochseeflotte (April 1912 bis März 1913)
II. Matrosen-Division, III. Abteilung, Wilhelmshaven (April 1913 bis ??.1913)

Abschied aus dem aktiven Dienst: Sommer/Herbst 1913

Auf der EMDEN:
Klöpper kam (lt. Lochner) am 19. August 1914 vom NDL Reichspostdampfer PRINCESS ALICE in Angaur (Insel Palau im Südpazifik) auf die EMDEN. Dort oblag ihm zunächst die militärische Leitung der Gefangenen an Bord des deutschen Kohlenfrachters MARKOMANNIA. Am 27. September übernahm er die Führung des gerade gekaperten britischen Kohlendampfers BURESK.

Am frühen Morgen des 9. November 1914 wurde die in der Nähe der Kokosinseln wartende BURESK von der EMDEN per Funkanruf zur Kohlenversorgung herangerufen. Als sie sich den Inseln näherte, wurde eine Rauchfahne und schließlich die Silhouette eines fremden (und offensichtlich überegenen) Kriegsschiffes gesichtet. Kurz darauf begann das Gefecht zwischen der EMDEN und der SYDNEY. Man versuchte, der EMDEN per Funk Hilfestellung bzgl. der Granataufschläge zu geben. Zu der Zeit war aber deren Funkbude bereits zerstört. Nachdem der Verlust der EMDEN offensichtlich war, versuchte die BURESK zu entkommen. Doch die SYDNEY verfolgte und stellte sie gegen 12.00 Uhr ca. 9 Seemeilen nordwestlich von North Keeling Island. Klöpper hatte aber vorsorglich alle Maßnahmen zu einer erfolgreichen Selbstversenkung getroffen. Die Seeventile waren geöffnet, die Geheimsachen vernichtet, die Funkanlage zerstört, die Rettungsboote ausgerüstet und klar zum Aussetzen. Das australische Enterkommando stellte fest, dass die BURESK nicht mehr zu retten war.

Um 13.30 Uhr begann die SYDNEY damit, die britische und chinesische Besatzung der BURESK zu übernehmen. Klöpper, die Leutnante Schall und Fikentscher sowie die übrigen Deutschen mussten in den Rettungsbooten bleiben. Mit ein paar Granaten wurde das Sinken der BURESK beschleunigt. Gegen 15.00 Uhr lief die SYDNEY langsam zur EMDEN zurück, die BURESK Boote im Schlepp. Ca. 45 Minuten später wurden zwei Deutsche aus dem Wasser gefischt, die während des Gefechtes durch einen Granattreffer über Bord geflogen waren (siehe Gropius). Gegen 16.30 Uhr warf die SYDNEY die Boote plötzlich los und beschoss das Wrack der EMDEN erneut mit zwei vollen Breitseiten. Nachdem man auf der EMDEN die Kriegsflagge einholte, stellte die SYDNEY den Beschuss ein. Anschließend wurde ein BURESK Boot unter Führung von Leutnant Fikentscher zur EMDEN geschickt.

Am folgenden Tag wurden die Schiffbrüchigen der EMDEN nach nund nach an Bord der SYDNEY gebracht. Es ging nach Colombo (Sri Lanka). Dort kamen die Offiziere, darunter auch Klöpper, auf die HMS HAMPSHIRE, welche sie nach Malta brachte. Im dortigen Fort Verdala verbrachte er den Rest des Krieges.

Beförderungen:
Leutnant zur See (27.September 1903)
Oberleutnant zur See (30. März 1906 )
Kapitänleutnant (10.April 1911)

* Karl Peter: Seeoffizieranwärter. Ihre Ausbildung von 1848 bis heute. Mürwik 1969, S. 93 - Reihenfolge ungewiss