Sie sind hier:

Emden I

Chefetage

Emden II

Emden III

Emden IV

Emden V

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Datenschutzerklärung

Dr. Ludwig Schwabe wurde am 16. September 1885 in Leipzig geboren; er starb am 10. November 1914 auf North Keeling Island.

Auf der EMDEN
Dr. Schwabe war vom 6. August 1914 bis zum Untergang am 9. November 1914 als Schiffsarzt auf SMS EMDEN (EMDEN I)

(Weiterführende Links am Ende der Seite)

Sein Weg auf die "Emden"

Am 1. August 1914 bekam die „Frisia“ des Norddeutschen Lloyd in Schanghai durch Funkspruch Befehl, sofort mit forcierter Fahrt nach Tsingtau zu dampfen. Bei Tagesanbruch des 3. August traf sie dort ein, und am nächsten Vormittag meldete sich der Schiffsarzt der „Frisia“ Dr. Ludwig Schwabe aus Leipzig beim Chef des Sanitätskorps Marinegeneralarzt von Förster. Der junge Arzt der „Frisia“ wurde zunächst dem Kreuzergeschwader zur Verfügung gestellt. Da kam am 6. früh die „Emden“ in den Hafen, und da für den Kriegsfall ein zweiter Arzt auf dem Kreuzer Vorschrift war, wurde Dr. Schwabe hinzubestellt und meldete sich am gleichen Nachmittage, in Tropenhelm und Säbel, beim Kommandanten von Müller.
Zwei Stunden später verließ die „Emden“ den Hafen von Tsingtau. Ihr neuer zweiter Arzt, 1885 zu Leipzig als Sohn des bekannten Augenarztes Sanitätsrats Dr. Schwabe geboren, war trotz seiner Jugend schon ein meerbefahrener Mann. Er hatte vor dem Kriege eine längere Amerikareise als Schiffsarzt des Norddeutschen Lloyd unternommen, war dann Anfang Mai 1914 als Assistenzarzt beim 77. Artillerieregiment in Leipzig eingetreten, aber alsbald auf seinen Wunsch auf längeren Auslandsurlaub nach Ostasien entlassen, wohin er sich als Schiffsarzt der „Frisia“ begab. Nun fuhr er unversehens auf einem deutschen Kriegsschiff dem Kriege in fernen Meeren entgegen.
Auf der Insel Pagan traf die „Emden“ mit dem Ostasien-Geschwader zusammen, und Dr. Schwabe wurde dem Admiral Grafen Spee vorgestellt. Er erntete für sein Bemühen, die durch das monatelange Umherfahren und ergebnislose Lauern auf den Feind etwas mürbe gewordene Mannschaft der „Emden“ mit allen Kräften erheitert und aufgefrischt zu haben, das Lob des Admirals.

Ein Brief an seine Eltern

Mitte Mai erhielten die Eltern in Leipzig einen offenen, vergilbten Brief mit englischem Stempel von der „Emden“:
Liebe Eltern!
Ihr werdet Euch freuen, wieder einmal etwas von mir zu hören! Gebe Gott, daß Ihr und Hans
(Bruder) ebenso gesund seid, wie ich es bin. Ich bin von Tsingtau, wo meine Sachen liegen (--hoffentlich noch--) an Bord der „Emden“ kommandiert worden, nachdem ich vier Tage als Assistenzarzt in den Festungsanlagen Verwendung gefunden hatte.
Wir weilen augenblicklich in der Nähe von Colombo, wo wir auf hoher See Kohlen nehmen.
Unsere Tätigkeit bestand in einem ausgiebigen Kaperkriege. 15 Dampfer von zusammen 35 – 40 Millionen Wert, von denen wir 11 teils in die Luft sprengten, teils zerschossen. Die Offiziere und Mannschaften wurden an Land gesetzt.
Von der Beschießung von „Madras“ durch die „Emden“ werdet Ihr eventuell in den Zeitungen gelesen haben. Wir schossen ungefähr 130 Schuss und brachten damit zwei große Ölreservoirs und einige Häuser in Brand usw.
Mein Schiff „Frisia“
(Anmerkung: Mit diesem Hamburg-Amerika-10000 To.-Dampfer fuhr Dr. Schwabe Mai 1914 nach Ostasien) ist aus Tsingtau mit Kohlen für die deutsche Marine ausgelaufen und leider von den Engländern gekapert worden. Sie liegt jetzt in Hongkong.
Lebt alle herzlich wohl!
Nach dem unseligen Kriege werden wir eventuell nach Tsingtau zurückkehren, was augenblicklich noch deutsch ist und wohl auch deutsch bleiben wird. Ich hoffe über Sibirien heimzukehren.
Euer dankbarer Ludwig


Das Ende der Emden

Schon am 9. November 1914 geriet die „Emden“ mit dem englischen Kreuzer „Sydney“ ins Gefecht und lief auf eine Klippe auf. Sie wurde Wrack geschossen. In diesem verlustreichen Gefechte wurde auch Dr. Schwabe zweimal verwundet. Sein Aufenthaltsort war der in der Tiefe des Schiffes gelegene und panzergeschützte Rudermaschinen-Raum, den er mit dem Oberzahlmeister und dem Obersanitätsmaat teilte. Rauch und Gas vertrieb die drei in die benachbarte, ungeschützte Arzt-Kabine. Und kurz darauf schlug hier eine Granate ein, tötete den Oberzahlmeister und den Obermaschinistenmaat, riß dem Arzt, der im Vorraum der Kabine stand, vier Zehen vom rechten Fuße und ein Loch in den Rücken. Mit letzten Kräften kroch Dr. Schwabe durch das zerschossene Bullauge aus der brennenden Kabine ins Freie und half weiter an Deck. Später versuchte er durch die starke Brandung nach der nahen Insel – sie war etwa 70 Meter entfernt – herüberzuschwimmen.

Josef Buszinski an Schwabes Eltern

Über die Stunden auf der Kokosinsel, die nun folgten, gibt der schlichte Brief eines Kameraden an den Vater Dr. Schwabes Kunde. Bootsmannsmaat Josef Buszinski, einige Tage nach dem Gefecht bei der Kokosinsel amputiert, als die Engländer ihn von der Kokosinsel abgeholt hatten, später aus englischer Gefangenschaft entlassen, schreibt aus dem Marinehospital Hamburg:
- Wir waren schon vernichtet und fuhren der Insel zu. Am dritten Geschütz war aber auch schon alles tot. Da meine Kraft schwand, lehnte ich mich an der Reeling. Als ich plötzlich durch das Auflaufen des Schiffes und Einschlagen der Granaten über Bord geschleudert wurde. Dem Ertrinken nahe, nahm ich meine Kraft zusammen und es gelang mir nach 4½stündigem Schwimmen den Strand zu erreichen. Als ich festen Boden unter den Füßen hatte, war mein Gedanke nach Kameraden zu suchen. Nach etwa zehn Minuten fand ich in einer Lichtung einige meiner Kameraden. Ich legte mich unter eine Palme. Da hörte ich, wie einige sagten, es läge abseits Herr Oberarzt Dr. Schwabe. Da meine Kameraden noch etwas bei Kraft waren, so beschlossen wir, den Oberarzt zu uns zu holen, denn er lag ganz alleine und der Gefahr der Sonne und des Ungeziefers zu sehr ausgesetzt. Mit vieler Mühe gelang es ihnen, den Herrn Oberarzt zu uns zu bringen. Da ich gerade unter einer schattigen Palme lag, wurde auch er zu mir gelegt. Wie der Herr Oberarzt an Land gekommen ist, kann ich nicht sagen, auch sind meine anderen Kameraden noch in Gefangenschaft. Da diese Zeit uns nur an die schweren Stunden erinnerte, haben wir auch nie mehr darüber gesprochen.
Der Herr Oberarzt und ich lagen unter der Palme, meine anderen Kameraden lagen ziemlich verstreut, weil jeder Schutz wegen der Sonne nahm. Da wir an Land völlig von Bord abgeschlossen waren und sich auch an Land keine Bewohner befanden, machten sich einige unserer Leute auf, um Wasser zu holen, denn der Herr Oberarzt und wir hatten großen Durst. Da die Hitze sehr groß war, haben wir zum Schutze einige Palmen über ihn gelegt, denn er konnte sich nicht mehr rühren, da er am Rücken verwundet war und vier Zehen vom rechten Fuß ihm abgerissen waren.
Als die Kameraden, die nach Wasser fort waren, zurückkamen, sagten sie uns, daß auf dieser Insel kein Wasser zu haben sei, ja gar nichts, nichts Genießbares außer Kokosnüsse, die meine Kameraden von den hohen Kokospalmen nicht herunterholen konnten. Da sagte der Oberarzt: „Buszinski, schicken Sie einige Leute zum Strande, um Verbindung mit dem Schiffe herzustellen, Verbandzeug und Wasser herbeizuschaffen, denn bei dieser großen Hitze und ohne Verbände halten wir es nicht lange aus.“
Aber alle Anstrengung war vergebens, da die Brandung zu stark war. So lagen wir denn mit unserem Durste und den Schmerzen bis zum anderen Morgen. Die Hitze wirkte furchtbar auf uns! Da der Herr Oberarzt während des Schwimmens durch die Brandung zu viel Salzwasser zu sich genommen hatte, so wirkte die Hitze sehr auf ihn. Da er etwas Kühlung haben wollte, holte einer der Kameraden etwas Salzwasser, und wir haben so seinen Körper etwas gekühlt. Die Hitze nahm ihren Höhepunkt, und da die Palmen sehr hoch waren, so hatten der Oberarzt und ich keinen Schatten. Auch waren wir selbst zu schwach, uns in den Schatten zu legen, ebenso wenig wie meine anderen Kameraden. Der Herr Oberarzt hatte als Schutz nur ein Palmenblatt. Er hatte sehr großen Durst, und er sagte: „Buszinski, wenn wir heute keine Hilfe haben, so können wir morgen unserem Ende entgegensehen! Aber wir wollen hoffen, daß noch Hilfe kommt!“
Uns blieb weiter nichts übrig, als einige saftige Blätter zu essen. Die Kraft des Herrn Oberarzt schwand sehr schnell, die große Anstrengung, die furchtbare Hitze und der große Durst machten seinen Qualen bald ein Ende. Um 4-5 Uhr nachmittags verlangte er noch einmal Wasser. Da kein Frischwasser vorhanden war, so gaben wir ihm etwas Salzwasser, damit wenigstens der Mund etwas feucht war. Aber auch dieses half nichts, allmählich schwand ihm die Besinnung und er ist eingeschlafen.
Wir deckten ihm das Gesicht zu, und ich selbst legte mich etwa fünf Meter seitlich daneben.
Am Abend kam Herr Leutnant Schall, welcher sich augenblicklich in Malta befindet. Am anderen Morgen kamen die Engländer und transportierten uns etwa zwei Stunden, bis wir an eine Bucht gelangten. Hier war etwas ruhigeres Wasser, und wurden wir nun an Bord der „Sydney“ gebracht. Die Engländer konnten uns nicht früher holen, da die Brandung zu stark war. Ich selbst kann nichts sagen, wie und wo Ihr Sohn begraben liegt, ich glaube, daß Herr Leutnant Schall Ihnen etwas Näheres schreiben könnte. Die Stelle, wo unser Oberarzt und ich gelegen haben, ist, wenn man vom Bug des Schiffes ausgeht, ungefähr 200 Meter vom Wasser, etwas links. Dann kommt eine Lichtung im Quadrat von 15-20 Meter. Wir lagen an der rechten Seite der Lichtung ganz unten in der Ecke unter einer Palme.
Achtungsvoll
Josef Buszinski, Bootsmannsmaat


Leutnant Schall berichtet

Leutnant Schall schreibt:
„Ich fand ihn in der Stellung eines Schlafenden, seinen Kopf auf den linken Arm gelegt, und beerdigte ihn allein am Strande, indem ich seinen Körper mit Palmenblättern und einem Mantel bedeckte. Dort liegt er in der Nähe der „Emden“, von Palmen umrauscht. Zu seinen Füßen das Meer.“

Die Schwester des Kommandanten schreibt

Von Malta aus schrieb Fregattenkapitän von Müller, der Kommandant der „Emden“, Worte herzlicher Teilnahme an die Eltern nach Leipzig, und in einem langen herzlichen Briefe der Schwester des Emden-Kommandanten, Fräulein Elfriede von Müller in Blankenburg a. Harz, heißt es:
„Ob die tapfere Besatzung erfahren hat, daß ihnen allen noch das Eiserne Kreuz verliehen wurde, wissen wir bis jetzt nicht. Als ich vor kurzer Zeit in Berlin im Reichsmarineamt war, kam eine Depesche aus Schanghai an, die noch über der „Emden“ Untergang berichtete. In ihr stand unter anderem: «Stabsarzt geschwommen, verwundet an Land, dort gestorben.» Da der Stabsarzt der „Emden“ unverwundet in Kriegsgefangenschaft geraten ist, bin ich fast der Ansicht, daß Ihr Herr Sohn gemeint ist, da weiter kein Arzt an Bord der „Emden“ war.
Mein Bruder schrieb, nach dem Auflaufen der „Emden“ auf das Riff, als sie schon ganz Wrack war, versuchten einige, durch die Brandung an Land zu schwimmen, um durch Taue Verbindung mit dem Land herzustellen, doch mißlangen die Versuche. Es ist nun möglich, daß, Ihr Herr Sohn, in dem heldenmütigen Bestreben, zu helfen, trotz seiner Verwundung durch die Brandung geschwommen und dort den Heldentod gestorben ist. Es würde ganz dem großartigen Charakterbilde entsprechen, das Sie von ihm gegeben haben.“


Augenzeuge Leutnant Maxim Hauschild berichtet

Die letzte Nacht auf der „Emden“ hat auch ein Augenzeuge und Mitkämpfer, Leutnant Maxim Hauschild, nach den Originalberichten in „Über Land und Meer“ behandelt:
„…Sämtliche Munition war verschossen, der Rest in die Luft gegangen. In Gemeinschaft mit den unverwundeten Kameraden suchten wir nun die Trümmer nach den Verletzten ab.
Doktor Ludwig Schwabe, ein Sohn des Leipziger Augenarztes Sanitätsrat Dr. Schwabe, half, obgleich selbst verwundet, beim Rettungswerk in geradezu heroischer Weise mit und ließ sich trotz unseres Protestes nicht davon abbringen. Hin und wieder lehnte er sich unauffällig gegen die Wand, um nicht umzufallen, half aber immer wacker mit. Auch Kapitänleutnant von Müller, von Pulverstaub an Gesicht und Händen gelb gebrannt, war bei den Helfenden und organisierte ruhig wie immer das Rettungswerk. So arbeiteten wir stundenlang im Dunkel der Nacht, um unseren Kameraden zu helfen und wenigstens die augenblickliche Not zu lindern. Das Vorschiff, wo auch eine größere Anzahl Verwundeter lag, konnten wir nur mit Hilfe improvisierter Bretterbrücken erreichen.
Gegen zwei Uhr nachts ging uns das Trinkwasser aus. Dieser Mangel machte sich fühlbar und wurde endlich so drückend, daß wir auf Doktor Schwabes Vorschlag hin den Versuch machen wollten, mit einer Leine an das zirka 150 Meter entfernte Ufer zu schwimmen. An der Leine befestigt wollten wir dann ein schweres Tau herüberziehen und so die Verbindung mit dem Lande herstellen.
Nur ein Eingeweihter kann verstehen, was das zu bedeuten hat, inmitten der Nacht in tobender Brandung an Land zu schwimmen, wenn es auch nur eine knappe Kabellänge entfernt war.
Trotz unseres wiederum energischen Protestes war Doktor Schwabe einer der ersten, der ins Wasser sprang. Da wir aber sahen, daß er um keinen Preis davon abzubringen war, gaben wir unseren Widerstand auf.
Zwei Matrosen wickelten sich die Enden der Leinen um den Leib, so sprangen wir ins Wasser und versuchten, die Verbindung zwischen Schiff und Ufer herzustellen. Dabei hatte ich immer ein wachsames Auge auf Dr. Schwabe, dessen Zähigkeit und Energie von uns allen bewundert wurde, denn was er leistete in dieser Nacht, ging ins Übermenschliche, und die Folgen konnten denn auch nicht ausbleiben.
Ungefähr noch 20 Faden vom Ufer entfernt, verließen den Tapferen die Kräfte, und er sank unter; schnell waren wir zur Stelle und halfen ihm hinüber zum Strand, was uns auch nach einigen vergeblichen Versuchen endlich gelang.
Wir hatten den Doktor auf den weichen Sand des Strandes, sein Zustand ließ leider das Schlimmste befürchten, er hatte sich doch zu viel zugemutet.
Leider verlor der andere Teil unserer Schwimmerexpedition die Leine dadurch, daß sie an den spitzen, vorstehenden Felsen hängen blieb und dort durchgescheuert und zerschnitten ins Wasser zurücksank und dort weggespült wurde; alle Versuche, sie wieder zu erreichen, blieben vergeblich. Die Leute erreichten nur noch mit den um den Leib gewickelten Enden mühsam das Ufer.
Inzwischen hatte sich Doktor Schwabes Zustand hoffnungslos gestaltet; wir halfen, so gut wir konnten, aber kurz darauf schloss er die Augen für immer. Auf dem Sande der Kokosinseln starb er an Erschöpfung. Er hatte im Laufe des letzten Tages vielen Menschen das Leben erhalten und zahlte nun diese Aufopferung mit seinem eigenen Leben.
Es wurde in der in den Tropen eigentümlichen Weise schnell hell. Die Sonne ging auf. In ihrem Strahle setzte der englische Panzerkreuzer Schaluppen und Barkassen aus
So erwarteten fünf nackte lebende Menschen und ein Toter den Feind. Der Tote war glücklich.


Was bleibt?

In ferner Erde ruht der Held. Die Wellen des Weltmeeres, und die linden Lüfte der Tropen raunen ihre Grüße der weltenfernen Sachsenheimat zu, und nachts erglänzt über seinem Grabe das Sternbild des südlichen Kreuzes mit mildem Scheine. Künstlerhand hat jene ferne Grabstätte für den Kreis seiner Angehörigen symbolisch nachgebildet. Künstlerhand hat auch zu Füßen des Leipziger Völkerschlachtdenkmals auf dem Leipziger Südfriedhofe dem Arzte der „Emden“ ein Denkmal errichtet.
Ein Emdenstipendium des Gymnasiums in Annaberg, das Doktor Schwabe besuchte, erinnert alljährlich am Tage der „Emden“ an den Tapferen. Und auch ein „Emden“-Denkstein auf dem Pöhlberg bei Annaberg, gleichfalls von dem Vater des Emdenfahrers gestiftet. Auf Geiersdorfer Flur ist aus erratischen Blöcken lose ein Hügel gefügt, eine Sitzbank, von einer Fichtenschonung umgeben und von zwei Eichen überragt. Wenn Schüler, sächsische Knaben und Jünglinge dort vorüberwandern, entblößen sie angesichts des Emdensteines ehrfurchtsvoll das Haupt und gedenken der großen Zeit und der schweren Prüfung unseres Vaterlandes.

Quelle

Hottenroth, Johann Edmund (HRG): "Sachsen in großer Zeit" - Gemeinverständliche sächsische Kriegsgeschichte und vaterländisches Gedenkwerk des Weltkrieges in Wort und Bild, Bd. 1 (von drei Bänden), Leipzig 1919

Information

Sebastian Schaar (Leipzig) machte uns auf das Werk aufmerksam

Weiterfühende Links

Mehr über den „Emden“-Denkstein
Dr. Schwabes Grab in Leipzig
Dr. Schwabes Grab in Leipzig im September 2015
Dr. Ludwig Schwabe
Projekt: Restaurierung des Grabes von Dr. Schwabe