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Im Rahmen der 2. Auslandsreise ehrt die Besatzung am 3. Januar 1929 den verstorbenen Obermaschinistenmaates Karl Wladislaw Schukalla (geboren am 27.06.1889, gestorben am 12.11.1918) von U 39 an seinem Grab in Cartagena (Spanien). Das war während der 2. Auslandsfahrt der Emden III.
Ähnliches tat die Besatzung auf der 5. Auslandsreise.

Abordnung der Besatzung am Grab. In der Bildmitte Kommandant Lothar von Arnauld de la Periére. (Anklicken zum Vergrößern)


Auf dem Soldatenfriedhof Cuacos de Yuste
Das Grab des Obermaschinistenmaates Schukalla lag zunächst neben der Grabstätte des spanischen U-Boot-Bauers Isaac Peral auf dem Friedhof in Cartagena in Spanien.
Seit Anfang der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts ruht Schukalla auf dem deutschen Soldatenfriedhof Cuacos de Yuste in der Nähe der Ortschaft Plasencia, 210 Kilometer westlich von Madrid, in Spanien.


Über U 39

U 39 war ein U-Boot der Kaiserlichen Marine vom Typ 31 (U 31-U 41). Diese Boote wurden in den Jahren 1912 bis 1915 bei der Germaniawerft in Kiel gebaut. Aus dieser Serie gingen die erfolgreichsten Boote des Ersten Weltkrieges hervor - U 35 (unter Führung von Lothar von Arnauld de la Perière), U 39, U 38 und U 34.

Daten der Boote des Typs 31

Verdrängung (Tonnen) 685 (über Wasser), 878 (getaucht, 971 (total)
Länge (Meter) 64,70 (über alles), 52,36 (Druckkörper)
Breite (Meter) 6,32 (über alles), 4,05 (Druckkörper)
Tiefgang (Meter) 3,56
Höhe (Meter) 7,68
Leistung (PS) 1850 (über Wasser), 1200 (getaucht)
Geschwindigkeit (Knoten) 16,4 (über Wasser), 9,7 (getaucht)
Reichweite (Meilen/Knoten) 8790/8 (über Wasser), 80/5 (getaucht)
Torpedos 6, zwei Bug- und zwei Heckrohre
Geschütz 105 Millimeter
maximale Tauchtiefe (Meter) 50
Besatzung 35 Mann


U 39 (Anklicken zum Vergrößern)


U 39 wurde am 27. Mai 1913 auf Kiel gelegt (Baunummer 199). Der Stapellauf war am 26. September 1914 und am 13. Januar 1915 folgte die Indienststellung. Bis zum 15. September 1915 war es der II. U-Flottille zugeteilt. Dann wurde U 39 als viertes Boot ins Mittelmeer verlegt und gehörte dort bis zum 18. Mai 1918 der U-Flottille Pola/Istrien (ab Januar 1918 I. U-Flottille Mittelmeer) an. Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Walter Forstmann (zweiterfolgreichster Kommandant des Ersten Weltkrieges) konnte es dort beachtliche Erfolge erzielen.

1917/18 diente Karl Dönitz - später u.a. Kommandant der Emden III sowie Oberbefehlshaber der Kriegsmarine - als Wachoffizier auf U 39. Ebenso der spätere Theologe Martin Niemöller.
Am 18. Mai 1918 wurde das Boot nördlich von Oran (Algerien) durch britische Zerstörer und Flugzeuge beschädigt. Es konnte nach Cartagena (Spanien) entkommen, wo Boot und Besatzung bis Kriegsende interniert wurden

U 39 hatte bis dahin insgesamt 154 Schiffe mit 406.325 BRT versenkt (149 davon unter Forstmann) und sieben weitere mit 30.552 BRT beschädigt. Außerdem wurde ein Kriegsschiff mit 1290 t. versenkt.

Am 22. März 1919 ging das Boot an Frankreich. Es wurde 1923 in Toulon abgewrackt.

U 39 (Anklicken zum Vergrößern)


Die Kommandanten:
Hans Kratsch (13. Januar 1915 bis 27. März 1915)
Walter Forstmann (11. Februar 1915 bis 14. Oktober 1917)
Heinrich Metzger (15. Oktober 1917 bis 18. Mai 1918)

Quelle:
- Bodo Herzog/Günter Schomaekers: RITTER DER TIEFE GRAUE WÖLFE
Die erfolgreichsten U-Boot Kommandanten der Welt; VERLAG WELSERMÜHL MÜNCHEN, 1976