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1940
In diesem Jahr wurde die Operation "Weserübung" angesetzt, an der auch die EMDEN III teilnahm und bei der der Schwere Kreuzer Blücher im Oslo-Fjord versenkt wurde.

Hintergrund
Dieses Unternehmen sollte ein Festsetzen Englands in Norwegen "mit allen zu Gebote stehenden Mitteln" (KTB der Seekriegsleitung) verhindern. Nach Weisung Hitlers vom 1. März 1940 sollte das Vorgehen den "Charakter einer friedlichen Besetzung" haben. Bereits 1939 hatte Großadmiral Dr. h.c. Erich Raeder Hitler mit dem Gedanken "über die Möglichkeit zur Ausweitung der Operationsbasis nach Norden" vertraut gemacht. Hintergrund war die Sicherung der Erztransporte aus Narvik sowie das Verkürzen der Wege für die eigenen Seestreitkräfte in den Atlantik. Ziel war Oslo; auf dem Weg dorthin sollten Truppen an Land abgesetzt werden.

Die Emden
Die EMDEN (Kdt war Kpt z S Werner Lange) gehörte zu der von Konteradmiral Oskar Kummetz geführten Gruppe 5 des Unternehmens. Auf ihr waren 610 Mann zusätzlich eingeschifft:
- 1. Bataillon v. Infanterieregiment 307 und 2/3 der dritten Kompanie (460 Mann)
- 1/3 der 3. Pionierkompanie des Pionierbataillons Nr. 234 (50 Mann)
- Marine-Artillerie-Abteilung (100 Mann)

Andere Einheiten
Zu der Gruppe 5 gehörten neben der EMDEN die Schweren Kreuzer Blücher (Kdt war Kpt z S Heinrich Woldag) und Lützow (Kdt war Kpt z S August Thiele), die Torpedoboote Albatros (Kdt war KL Siegfried Strelow), Möwe (Kdt war KL Helmut Neuss) und Kondor (Kdt war KL Hans Wilke), die acht Boote R17 bis R24 der Räumbootflottille sowie die bewaffneten Walfangboote Rau 7 und Rau 8. Auf der Blücher waren 802 Mann zusätzlich eingeschifft, auf der Lützow 450, auf dem Torpedoboot Albatros 100 und auf dem Torpedoboot Kondor 100.

Start: 8. April 1940
Der Marsch durch den Großen Belt nach Norden begann am 8. April 1940 um 0300 Uhr. Um 1305 Uhr wurde die Insel Anholt (Kattegatt) passiert. 1715 Uhr stand der Verband vor Frederikshavn (DK) und passierte Skagen-Feuerschiff um 1900 Uhr. Um 2330 Uhr überschritt die Blücher den 59. Breitengrad; um 2345 Uhr wurde auf der EMDEN mit Trommel und Horn "Klar Schiff zum Gefecht" und "Alle Mann auf Station" befohlen.

Blücher sinkt
Am 9. April 1940 um 0521 Uhr wurde die Blücher in der Dröbak-Enge von der norwegischen Festung Oscarsborg (Krupp-Kanonen aus dem Jahr 1892, Krupp-Granaten Kaliber 28cm) und später von zwei 45-cm-Torpedos aus der unterirdischen Land-Batterie auf Nord-Kaholmen getroffen. Die Blücher sank gegen 0745 Uhr.
Die übrigen Einheiten erreichten Oslo. Die EMDEN stellte dort vom 10. April bis zum 7. Juni ihre Funkanlage allen drei Wehrmachtsteilen zur Verfügung.

Literatur:
Frank Binder/Hans H. Schlünz "Schwerer Kreuzer Blücher"
Ullstein, ISBN 3 548 24055 0