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"Ein Kriegsende"
Zwei Erzählungen
Siegfried Lenz


Die erste der beiden Erzählungen schrieb Siegfried Lenz für den Norddeutschen Rundfunk/Fernsehen; sie wurde ohne Drehbuch unmittelbar nach dem Originaltext verfilmt.

Der Zweite Weltkrieg geht zu Ende. Ein deutscher Minensucher verläßt den Heimathafen an der dänischen Küste. Der Kommandant hat Befehl, Verwundete der immer noch kämpfenden Kurland-Armee an Bord zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Doch die Chancen, den Bestimmungsort zu erreichen, sind gering. Östlich von Bornholm ist die Ostsee ein Schiffsfriedhof, beherrscht von feindlichen Flugzeugen und U-Booten.
Der erwartete Funkspruch trifft ein: die Kapitulation gegenüber den Westmächten ist unterzeichnet. Der Krieg ist zu Ende.
Doch der Kommandant des Minensuchers ist entschlossen, seinen Auftrag auszuführen. Steuermann und Feuerwerker dagegen fordern im Namen der Besatzung den Abbruch des aussichtslosen Unternehmens, die Rückkehr in den sicheren Hafen.
Der Krieg ist zu Ende. Welche Autorität gilt nun noch? Ist die Rettung verwundeter Kameraden vor sowjetischer Gefangenschaft wichtiger als die Rettung von Schiff und Mannschaft?
In extremer Lage stellt sich das Problem von bedingungsloser Pflicht und lebenserhaltender Vernunft. Die Verantwortlichen sind verurteilt, sich zu entscheiden. Doch was immer sie wählen: es gibt anscheinend keine reine, keine absolute Lösung.
Ein deutsches Kriegsgericht meint auf eine andere Art entscheiden zu müssen, nachdem das Boot wieder im Heimathafen angelegt hat. Man befindet sich bereits unter britischem Gewahrsam, aber es wird Anklage erhoben. Sie lautet auf Bedrohung eines Vorgesetzten, Befehlsverweigerung und Meuterei. Darauf steht die Todesstrafe.
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Von einem Kriegsende anderer Art, vom Verlust der Heimat und der Vergangenheit, berichtet "Schwierige Trauer", die zweite Erzählung dieses Bandes.