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SMS Emden und Landungszug
Der Dokumentarfilm "Die Karawane der Matrosen" , der sich mit den Geschehnissen rund um die SMS Emden und dem Landungszug im Jahr 1914 befasst, wurde erstmals am Samstag, 7. Oktober 2006, auf arte gezeigt. Bei der Avant-Premiere im Kölner Mediapark am Montag, 22. Mai 2006, war die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer vor Ort.


"Die Karawane der Matrosen"

Ein Besatzungsmitglied der SMS Emden in ungewohnter Umgebung - der Landungszug. (Bild: WDR)


Jürgen Stumpfhaus
Bereits im Jahr 2003 traf sich unser Mitglied Addi Dreier in Berlin mit dem Autor und Regisseur des Films, Jürgen Stumpfhaus. Dieser hat sich unter anderem durch die Filme "Die polnische Erinnerung" (ARD, 1991), "Das Auge des Kameramannes" (ARD, 1992), "Feuerwasser" (SWF, 1996), "Rollenwechsel" (ZDF, 1994), "The eye of the III. Reich" (BBC, 1995), "The Chameleon Cameraman" (ABC, 1996), "Verbannt ins Paradies" (SWF, 1996), "Der Traum von der Freiheit" (ARD, 1998), "Die Piraten des Diktators" (Die abenteuerliche Reise des Hilfskreuzers Atlantis, ARD, 1999) und "Die Piraten des Kaisers" (Graf Luckners legendäre Fahrt mit der Seeadler, ARD, 1999) einen Namen gemacht.

Konzentration auf den Landungszug
Der Film, der jetzt fertig gestellt ist, beleuchtet den Kreuzerkrieg der SMS EMDEN nur soweit, wie es zum Verständnis der Zusammenhänge notwendig ist. Er konzentriert sich mehr auf den Landungszug unter Führung des ersten Offiziers, Kapitänleutnant von Mücke. Bei der Recherche erwies sich Björn von Mücke, der Sohn des 1957 gestorbenen Offiziers, als ergiebige Quelle. Auch das Kriegstagebuch fand sich bei ihm. Autor Stumpfhaus sagt, dass vieles an der Recherche Zufall und Glück ist: „Björn von Mücke habe ich per Zufall getroffen. Ich bin da eine Trüffelsau, was das angeht.“ Björn von Mücke - einige von uns haben ihn vor einiger Zeit in Blankenburg getroffen - ist auch über weite Strecken erzählend im Film zu sehen.

Mehrere Ebenen
Der Film wurde in mehreren Ebenen komponiert: Archivmaterial, Inszenierung und Dokumentation. Fotos wechseln sich mit altem und neuem Filmmaterial ab; Interviews treten ergänzend hinzu. Interessant sind die Szenen, in denen die SMS Emden in Fahrt zu sehen ist: Da wurde die Emden tricktechnisch in die Originalschauplätze der heutigen Zeit hineinkopiert. Die Szenen, die an Bord spielen, wurden in St. Petersburg auf dem Kreuzer "Aurora" gedreht, die mit der SMS Emden nahezu identisch ist. 1926, so Stumpfhaus, gab es eine deutsch-australische Kooperation: Das Ende der SMS Emden wurde im Film nachgestellt: "Die Todesfahrt der Emden". Einige Szenen seines Films stammen aus diesem Film. Als ein Cutter die Szenen sichtete und bearbeitete, entdeckte dieser übrigens seinen Großvater, der damals, 1926, Schauspieler war. Authentisch sind dann wieder die Schlussszenen von der Ankunft des Landungszuges in Konstantinopel. Deutsche und türkische Wochenschauen hatten das Ereignis im Film festgehalten.

Die Dreharbeiten
Für die Dreharbeiten versammelten sich neben dem Team von Jürgen Stumpfhaus mit Kameramann Thomas Bresinsky am 16. Mai 2005 am Frankfurter Flughafen zwei Berufsschauspieler und 15 freiwillige Komparsen von der Darstellungsgruppe Süddeutsches Militär DSM, Museumsverein „Großes Hauptquartier Bad Kreuznach“ e.V., aus den Reservistenkameradschaften Kurpfalz und Wetterau und der Landespolizei Baden-Württemberg (Polizeipräsidium Mannheim / Polizeirevier Ladenburg sowie Wasserschutzpolizei). Zielort war Marokko, da die politischen Verhältnisse den Zugang zum Jemen verhindern. Über Casablanca und Quarzazate ging es zunächst drei Tage in die Sahara um Mhamid, wo neben zahlreichen Karawanenszenen in Sand- und Steinwüsten auch Gefechte mit Beduinen gedreht wurden. Das halbverfallene „Schloss“ in Telouèt im Atlasgebirge bot die Kulisse für die Dreharbeiten in Sana. Und die Hafenstadt Essaouira war schließlich Standort für Szenen auf dem Meer und am Strand bis zum 27. Mai 2005. Spätere Ergänzungsarbeiten wurden zudem im Juni und Juli auf dem russischen Revolutionsmuseums-Schiff "Aurora" (kleiner Kreuzer) in St. Petersburg, auf dem Segelschiff Albatros (dänisch) und auf dem Kohledampfeisbrecher Stettin (deutsch) in Dänemark aufgenommen.

Kleine Ausschnitte
- Teil 1
- Teil 2
- Teil 3


Hellmuth von Mücke

Zu Hellmuth von Mücke: Durch die kühne Flucht mit dem Landungszug wurde der 1881 in Zwickau geborene Hellmuth von Mücke zu einem der berühmtesten Seeoffiziere des Ersten Weltkrieges. In der Weimarer Republik war er politisch und publizistisch tätig. Nach Hitlers Machtübernahme verdammte die offizielle Parteipropaganda Hellmuth von Mücke als "unverbesserlichen Nationalbolschewisten". Der bekannte Marineoffizier wurde mit Schreibverbot belegt und sogar kurze Zeit inhaftiert. In den Jahren 1933 bis 1945 wurde der berühmte Seeheld totgeschwiegen. Nach dem Ende des Dritten Reiches, etwa ab 1950, widmete sich von Mücke der Friedensarbeit. Sein leidenschaftliches Eintreten gegen eine Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland brachte Hellmut von Mücke wiederholt Schwierigkeiten ein. Er geriet in den Verdacht kommunistischer Gesinnung. Das Aberkennen seiner Rente und sogar die zwangsweise Psychiatrisierung wurde von Mücke angedroht. Doch bis zu seinem Tode im Jahre 1957 blieb er bei seiner patriotisch, kompromisslosen Haltung.


Bei der Avant-Premiere

Von links Karl-Ludwig Rettinger (Produzent und Geschäftsführer der Lichtblick Film- und Fernsehproduktion GmbH), Wolfgang Landgraeber (Redakteur; Leiter der Programmgruppe Gesellschaft/Dokumentation beim WDR), Jürgen Stumpfhaus (Autor) und Judith Schulte-Loh (Moderatorin).


SMS Dresden
Autor Jürgen Stumpfhaus hat aber nicht nur die SMS Emden im Visier gehabt, sondern auch die SMS Dresden. Deshalb gibt es nicht eine "Emden-Dokumentation" sondern eine zweiteilige (übrigens in HDTV gedrehte) Dokumentation "Unter kaiserlicher Flagge". Der zweite Teil mit dem Titel "Hetzjagd vor Kap Horn" befasst sich mit der SMS Dresden, die im Süden Südamerikas eine wesentliche Rolle spielte. Graf Spees Fernostgeschwader brachte der Royal Navy bei Coronel eine empfindliche Niederlage bei. Die Briten nahmen Rache, versenkten Spees Geschwader. Nur die SMS Dresden konnte entkommen und löste die bis dahin größte Suchaktion der Royal Navy aus. Vor Robinson Crusoe-Island wurde die SMS Dresden versenkt.
Auf arte wurde der Film erstmals am Samstag, 14. Oktober, gezeigt.

Lehrfilm der Royal Navy
Einige Szenen sind alten Filmen entnommen. Diese alten Filme sind den Briten zu verdanken. Denn die drehten fünf Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges die Szenen mit den Original-Schiffen. Als Lehrfilm der Royal Navy.


"Hetzjagd vor Kap Horn"

Der junge Oberleutnant Wilhelm Canaris, Adjutant des Kommandanten der SMS Dresden. (Bild: WDR)


Zeitungsartikel zu den Dreharbeiten
- Polizisten mimen den Landungszug des Kreuzers Emden [524 KB]

- Statisten beim Dreh über den Kleinen Kreuzer Emden [496 KB]


Einige der Darsteller
-
Darstellungsgruppe Süddeutsches Militär
- Deren Seiten über die Dreharbeiten
- Ein junger Weinheimer marschiert durch die Wüste


Kleine Ausschnitte
- Teil 1
- Teil 2
- Teil 3