Sie sind hier:

Unsere Geschichte

Spenden für das Ehrenmal in Laboe

BGEF unterwegs

Kooperationen

Mitgliedschaft

Gedenken

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum


In den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde Hohenlockstedt wurde am Freitag, 5. Februar 2016, die Ausstellung „SMS EMDEN – Seekrieg in Ostasien 1914 – Der Landungszug“ eröffnet. Unter den Gästen der Vernissage waren auch Hartmut Hoffmann, der 1. Vorsitzende der Bordgemeinschaft der Emdenfahrer, sowie zwei weitere Mitglieder.
Hier der Bericht von Harald Hoffmann:

Die regionalen Zeitungen machten im Vorfeld auf die Vernissage aufmerksam. Neben den geladenen Gästen war ein großer Teil der hiesigen Bevölkerung dem Aufruf nachgekommen, diesem Vorprogramm zur Ausstellung beizuwohnen. Zu den Ehrengästen gehörte u.a. Herr Professor Peter Tamm vom Internationalen Maritimen Museum in Hamburg. Dieses Museum hatte auch einige Leihgaben zur Verfügung gestellt.

Grußworte kamen von Jürgen Kirsten, Bürgermeister der Gemeinde Hohenlockstedt, Henning Bess, Flottillenadmiral a.D. und Oberhaupt der Emden-Familie, Björn von Mücke, Sohn von Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke, dem Militärischen Repräsentanten der Australischen Botschaft in Berlin, Oberst Russel Maddalena und von Hartmut Hoffmann, dem Vorsitzenden der Bordgemeinschaft der Emdenfahrer.
Die unterschiedlichsten Themen waren angesagt. Henning Bess schnitt das Thema der ständigen Kriege auf der Erde seit dem Ersten Weltkrieg his heute an. Die Geschichte der SMS EMDEN sollte heute eine ständige Erinnerung für alle sein, besonders in der Zeit der vielen Konflikte in der Welt. Björn von Mücke referierte über seinen Vater, Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke. Oberst Russel Maddalena brachte die freundschaftlichen Kontakte der Australischen und Deutschen Marine zur Sprache. Es habe sich durch die Geschichte eine tiefe Verbundenheit ergeben, die auch mit dieser Ausstellung hilft, weiterhin zu bestehen. Hartmut Hoffmann erinnerte an die Historie der „SMS EMDEN“ folgenden EMDEN-Schiffe und sprach sich mit einer Bitte an das Verteidigungsministerium für den Fortbestand des Schiffsnamens EMDEN bei einem der zukünftigen Schiffsneubauten aus. (zur Rede von Hartmut Hoffmann)

Durch das Programm führte Achim Jabusch, Vorsitzender des Vereins für Kultur und Geschichte von Hohenlockstedt e.V. Die Umrahmung durch mehrere Uniformträger stelle einen lebendigen Bezug zum maritimen Flair her.

Musikalisch untermalt wurde die Eröffnungsveranstaltung durch die Shanty-Chor-Sparte des Männergesangsvereins Kellinghusen.

Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer der Vernissage in das Ausstellungsgebäude am Wasserturm. Hier wurden die Gäste von Jürgen Schmidt in die Ausstellung eingeführt. Sehr übersichtlich und anschaulich sind die Ausstellungsstücke positioniert. Der Rundgang startet in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg mit einem großen Modell der „SMS EMDEN“, Bauzeichnungen, Taufurkunde, Seekarten, Fotos und Bilder und der Fahrt bis 1913 nach Ostasien. Es folge der Ausbruch des ersten Weltkrieges. Der Übergang geht mit Bildern zu den Kaperfahrten der „EMDEN“ bis hin zum Seegefecht vom 9. November 1914 mit der „HMAS SYDNEY.“ Ein Teil des Logbuches der „SMS EMDEN“ wurde kopiert und ist ausgestellt. Es folgen Erinnerungsstücke und Fotos vom Wrack der „EMDEN“, daneben Bücher, Fotos und Berichte aus der australischen und später britischen Gefangenschaft der Überlebenden des Seegefechtes. Parallel wird über den Landungszug unter Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke in Schrift und Bild berichtet. Eines der Highlights ist die Replika der Schiffsglocke der „SMS EMDEN“. Aber auch einige vom Wrack geborgene Original-Teile, ein Bullauge und ein Teil einer Zieleinrichtung, stehen zur Ansicht.
In zwei großen Glasvitrinen befinden sich Uniformen und andere Leihgaben aus dem Leben der Offiziere Karl von Müller und Hellmuth von Mücke. Weitere Vitrinen beinhalten Seekarten, Literatur aus den 20er- und 30er-Jahren zum Thema EMDEN sowie auch Miniaturmodelle der „SMS EMDEN“ und den bis 2013 nachfolgenden EMDEN-Schiffen aus der Kaiserzeit, dem Dritten Reich, der Bundesmarine und der Deutschen Marine. Zuletzt zeigt eine Info-Tafel Fotos und Texte zum 100. Jahrestag des Seegefechtes im Indischen Ozean vom 9. November 1914. Dazu waren jetzt, 100 Jahre später, im Nov. 2014 Mitglieder der Emden-Familie und der Bordgemeinschaft der Emdenfahrer nach Australien und auf die Keeling Islands eingeladen. Über die dortigen beeindruckenden und ehrwürdigen Gedenk-Veranstaltungen wird auf dieser Tafel berichtet.

Anfügen möchte ich die Ausstellungsstücke zum Seegefecht vom 19. November 1941 im Indischen Ozean zwischen dem australischen Zerstörer „HMAS SYDNEY“ (D048) und dem deutschen Hilfskreuzer „KORMORAN“.

Diverse Andenken und Gedenkmünzen verschiedener Epochen runden die Ausstellung ab.
Als weiteren Höhepunkt ist die Nachbildung des Eisernen Kreuzes zu sehen, einer Leihgabe des Ostfriesischen Landesmuseums in Emden. Dieses wurde nach der Außerdienststellung (29. November 2013) des bislang letzten Emden-Schiffes, der Fregatte „EMDEN“ (F210) als Dank für die gute Patenschaft der Stadt Emden überreicht.

Hartmut Hoffmann, Bordgemeinschaft der Emdenfahrer

Die Ausstellung in Hohenlockstedt, die bis zum 6. Juni 2016 zu sehen sein wird, ist von nachfolgenden Museen, Organisationen und Personen mit Leihgaben unterstützt worden:
- Deutsches Marine-Museum Wilhelmshaven
- Ostfriesisches Landesmuseum Emden
- Marinekameradschaft Raisdorf von 1981 e.V.
- Museumsschiff Feuerschiff Amrumbank/Deutsche Bucht e.V. Emden
- Archiv der Stadt Kellinghusen
- Internationales Maritimes Museum Hamburg
- Archiv der Emdenfamilie
- Hartmut Hoffmann
- Björn von Mücke
- Stephan-Thomas Klose
- Jens Jacobus

Hier einige Bilder:

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.