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"Gedenktafel für eine Legende" lautet die die Überschrift eines Beitrages der Schleswig-Holstein-Zeitung. In diesem Beitrag ist über die Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren Hellmuth von Mücke vor seinem Wohnhaus in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) zu lesen. Die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer war vertreten. Hier der Bericht von Hartmut Hoffmann:

Hellmuth von Mücke war Offizier der kaiserlichen Marine und wurde am 9. November 1914 mit 50 Mann der Besatzung des kleinen Kreuzers SMS EMDEN auf die Kokos-Inseln entsandt, um dort die britisch-australische Kabelstation zu zerstören. Gleichzeitig wurde aber die SMS EMDEN vom australischen Zerstörer HMAS SYDNEY angegriffen, unter Beschuss genommen und vernichtet. Um nicht in australische bzw. britische Gefangenschaft zu kommen, fasste Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke den Entschluss, eigenständig mit seinen Leuten den Heimweg nach Deutschland anzutreten. Im Jahr 1915 war ihm das nach einer abenteuerlichen Odyssee gelungen.
Später lebte von Mücke in Kellinghusen. Seine Briefe und Korrespondenzen, die im 2. Weltkrieg beschlagnahmt wurden, sind nach umfangreicher Recherche im Archiv der Stadt an der Stör zutage gekommen. Dadurch kam man auch auf die Wohnadresse der Familie von Mücke. Ausschlaggebend war auch die Ausstellung zur SMS EMDEN im Jahr 2016 im Museum am Wasserturm in Hohenlockstedt, unweit von Kellinghusen.
Nun haben der Kultur- und Wirtschaftausschuss Kellinghusen zusammen mit dem Steinburger Heimatverein eine Gedenktafel mit hochdeutscher und plattdeutscher Inschrift geschaffen, die dann am Freitag, 26. Januar 2018 im Rahmen einer Feierstunde vor dem ehemaligen Haus der Familie von Mücke enthüllt wurde.
Herr Björn von Mücke (Sohn von Hellmuth v. Mücke) war mit Ehefrau und Sohn angereist, um die Enthüllung selbst vorzunehmen. Björn von Mücke wurde in Kellinghusen geboren, hat aber an seine dortige Kleinkindzeit keine Erinnerung. Zusammen mit Karl-Heinz Zander von Heimatverein des Kreises Steinburg enthüllte von Mücke die Gedenktafel.
Zu dieser kleinen Feierstunde hatte der Bürgermeister von Kellinghusen, Axel Pietsch, eingeladen. Unter anderem waren die Archivarin des Stadtarchivs, Margarete Mehrens-Alfer, der Leiter des Hohenlockstädter Heimatmuseums, Jachim Jabusch, sowie weitere Vertreter von der Stadtverwaltung, Angehörige der von Mücke- Familie und weitere Personen des nahem Umfeldes eingeladen worden.
Für die Bordgemeinschaft der Emdenfahrer waren Heinrich Reinecke mit Ehefrau aus Hamburg sowie meine Ehefrau und ich der Einladung nachgekommen.
Nach einigen Ansprachen vor Ort begaben sich die ca. 20 anwesenden Personen in das Gebäude des Amtes Kellinghusen, um dort von der Stadtverwaltung verköstigt zu werden und weitere konstruktive Gespräche zu führen.

Ich danke der Stadt Kellinghusen für die Einladung zur Teilnahme an der Enthüllung der Gedenktafel. Es zeigt sich hier wieder, dass die Geschichte um den kleinen kaiserlichen Kreuzer SMS EMDEN immer noch gegenwärtig ist.

Hartmut Hoffmann

Hier einige Fotos:

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Beitrag des Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlages (Anklicken zum Vergrößern)