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Gudrun und Hartmut Hoffmann haben sich im August 2013 einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: Eine Transatlantikreise von New York nach Hamburg auf der Queen Mary 2.
Hier ihr Bericht:

Wie es dazu kam
Wir haben in den vergangenen neun Jahre die meisten Besuche des Transatlantik-Liners QUEEN MARY 2 (QM2) auf der Elbe und im Hamburger Hafen beobachtet und immer davon geträumt, einmal dort an Bord zu gehen. Dann aber mit einem längeren Aufenthalt an Bord. Es kam also nur eine mehrtägige Reise in Frage. Unser Reisebüro machte ein entsprechendes Angebot und die neuntägige Transatlantikreise mit QM2 von New York über Southampton nach Hamburg wurde gebucht. Zuzüglich haben wir vier Übernachtungen in der Millionenmetropole New York geordert. Wenn man schon einmal dort ist…

Von Hamburg nach New York
Unsere Urlaubsreise begann mit einem Highlight. Nach unserem Flug von Hamburg nach New York waren wir überrascht, dass wir den Transfer vom Airport Newark zu unserem Hotel inmitten von Manhattan in einer weißen acht Meter langen Lincoln-Limousine erleben durften. Eine nette Art der Begrüßung.

Unser Park Central Hotel liegt an der 7. Avenue, 53/54 Street, also zentral mit 15 Minuten Fußweg zu den interessantesten Punkten wie Central Park, Rockefeller-Center, Time Square oder Broadway gelegen. Hier erlebten wir zu allen Tageszeiten das pulsierende Leben der Stadt an der amerikanischen Ostküste. Schmerzten einmal die Beine vom Laufen, dann genossen wir die Busfahrten mit den Metrobussen von Nord nach Süd, Ost und West (in der U-Bahn gibt es nicht viel zu sehen) oder wir fuhren mit der South Ferry vorbei an der Freiheitsstatue nach Brooklyn.
Von den Aussichtsplattformen des Rockefeller-Centers bot sich ein imposanter Blick über New York, den Hudson River und den East River mit den monumentalen Brücken oder zum Central Park. Auf unserem Weg zur Südspitze Manhattans passierten wir auch die Gedenkstätte der September 11 attacks (9/11). Hier ist der neue Friedenstower errichtet worden. Ein gigantisches Bauwerk, äußerlich schon fertig, innen noch im Bau.
Kultur war auch angesagt. Neben einem Besuch im Hard Rock Cafe haben wir uns am Broadway in einem der vielen Theater das Musical „Phantom der Oper“ angesehen. Ein schöner Abschluss unseres New York-Aufenthaltes.
Hier einige Bilder aus New York: (Alle Bilder von Gudrun und Hartmut Hoffmann)

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Auf der QM2
Als Kontrast zu dem hektischen Leben in NYC genossen wir nun den Aufenthalt auf der QM2 mit dem Charme von englischer Ruhe und Gelassenheit. In Brooklyn ging es nach dem Einchecken an Bord unseres „Traumschiffes“. Noch vor dem Ablegen durchliefen wir und alle neu an Bord gekommenen Gäste die Sicherheitsbelehrungen und Handhabung der Rettungsmittel. Für diese Gründlichkeit ist die Reederei Cunard bekannt. Danach hatten wir neun Tage Zeit (bis Hamburg), um das knapp 350 Meter lange, 48 Meter breite und über zwölf Decks hohe Schiff zu erkunden und zu erleben. Zu nennen ist die größte schwimmende Bibliothek der Welt mit über 8000 Büchern in unterschiedlichen Sprachen, das einzigartige schwimmende Planetarium, der luxuriöse Cunard Royal SpaClub bis hin zum Fitness-Center. Das bordeigene Orchester spielt im Queens Room zur Teatime und abends zum Tanz auf. Das Royal Court Theater bietet allabendlich Unterhaltung mit spektakulären Bühnenshowsund Kabaretts auf der vielseitig wandelbaren Drehbühne. Zahlreiche Bars und Lounges bieten Unterhaltung bis spät in die Nacht. Der Passagier kann auch versuchen, im gigantischen Empire Casino seine Urlaubskasse aufzubessern, um es dann wieder in den Mayfair Shops auf Deck 3 in einer der zahlreichen Boutiquen auszugeben. Wechselnde Kunstausstellungen, Lesungen, Bildungsprogramme, Computerkurse usw. vertreiben die Zeit an Bord. Hier hat Apple einen eigenen Präsentations- und Schulungsraum eingerichtet bekommen. Auch ist auf See Internet über Satellit möglich. Das Internetcafé war stets gut besucht.

Die Queen Mary 2 ist mit vier Typhons ausgestattet. Zwei davon befinden sich an den Seiten des Schornsteins, zwei weitere am Mast und am Bug. Das Horn auf der Steuerbordseite des Schornsteins stammt von der Namensvorgängerin Queen Mary. Es handelt sich dabei um das Modell Tyfon 575 des schwedischen Herstellers Kockum Sonics, das ursprünglich mit Dampf betrieben wurde. Das zweite Exemplar am Schornstein ist ein Nachbau. Die Hörner sind etwa 2 Meter lang und werden mit 30 bar Druckluft (man hört im Video deren Fauchen unmittelbar vor Einsetzen des eigenlichen Tons) aus der Starteinrichtung der Dieselmotoren betrieben. Sie haben eine Reichweite von über zehn Meilen. Die Frequenz beträgt 55 Hertz. (Video: Hartmut Hoffmann; Angaben lt. Wikipedia)

Die Kinder der Passagiere werden tagsüber von Erziehern betreut, so dass sich die Eltern erholen können. Ein Kindergarten befindet sich an Bord sowie ein Spielplatz an Oberdeck mit eigenem Kinderpool. Es besteht auch die Möglichkeit, dass man seinen vierbeinigen Freund an Bord mitnehmen kann. Hier ist auf Deck 12 ein Tierheim für Hunde eingerichtet worden, in dem sie von Dogsittern betreut werden. In die Kabinen von Frauchen und Herrchen dürfen die Hunde nicht.

Die Verrazano-Narrows Bridge ist eine 1298 Meter lange zweistöckige Hängebrücke, die die New Yorker Stadtbezirke Staten Island und Brooklyn über die Meerenge The Narrows hinweg verbindet. Die Meerenge, die von der Brücke überspannt wird, trennt die geschützte und bis nach Manhattan reichende Upper New York Bay von der seewärts hin gelegenen Lower New York Bay. Gemäß Seekarte beträgt die Durchfahrtshöhe an den 212 Meter hohen Pfeilern 55,8 Meter und in der Mitte 69,8 Meter. Auf den mittleren 609,6 Metern der Fahrbahn ist die Durchfahrtshöhe größer als 66,2 Meter. (Video: Hartmut Hoffmann; Angaben lt. Wikipedia)

Über den Tag verteilt besteht die Möglichkeit, in den verschiedenen Restaurants bei Bedienung oder Selbstbedienung bis zu sieben Mahlzeiten einzunehmen. Sollte dann der Gürtel kneifen, wird die Gelegenheit gegeben, auf Deck 7 an frischer Luft rund um das Schiff zu laufen (drei Runden = 1 Meile). Aber auch ein Fitness-Center, Gymnastikraum, Tischtennis, Paddeltennis, Shuffleboard, Golf-Simulatoren, fünf Innen- und Außen-Pools sowie Sauna und Tanzveranstaltungen helfen, die angefutterten Rettungsringe wieder los zu werden. Beauty-Salons und Einrichtungen zum Aufstylen sind behilflich, sich für den bevorstehenden Abend z.B. beim Kapitänsempfang oder zum Konzert im Theater aufzuhübschen.

Die Glasenuhr gibt in der Schifffahrt durch Glockenschläge (Glasen) die Uhrzeit an. Die Bezeichnung Glasen für die Zeitrechnung auf Seeschiffen leitet sich von den gläsernen Sanduhren (Stundenglas) her, die vor der Erfindung des Chronometers zur Zeitbestimmung an Bord dienten. Dabei handelte es sich um ein Halbstundenglas und ein Vierstundenglas. Das Ablaufen und Umdrehen des Halbstundenglases wurde durch Anschlagen der Schiffsglocke angezeigt, wobei die Anzahl der Schläge gleich der Häufigkeit des Umwendens war. Diese Zählweise ging bis Acht, also entsprechend einer Wache und begann dann erneut mit dem Wenden des Vierstundenglases. Die entsprechenden Zeitangaben sind „acht Glasen“ (Wachbeginn), „ein Glasen“, „zwei Glasen“, – , „sieben Glasen“ bis wiederum „acht Glasen“ (Wachende). (Video: Hartmut Hoffmann; Angaben lt. Wikipedia)

Die Kleiderordnung für den bevorstehenden Abend wird für die deutschen Gäste in der täglichen deutschsprachigen Bordzeitung bekannt gegeben, die jede Kabine am Vorabend erhält. Darin findet man auch das Programm für Kurse, Vorträge, das Kino- und bordeigene Fernsehprogramm usw. Es gibt keinen Grund, sich zu langweilen. Die Sonnenanbeter haben natürlich auch die Gelegenheit, die unzähligen Liegen auf den Freidecks zu nutzen, um in Ruhe die Seefahrt zu genießen. Animateure, die die Gäste stören und zu irgendwelchen Spielchen animieren, gibt es hier nicht. Man hat seine Ruhe. Will man noch mehr mit sich und dem Meer allein sein, dann ist man auf seinem eigenen Balkon gut aufgehoben.
Auf den Transatlantikfahrten der QM2 wird wegen der größtenteils deutschen Reisenden deutsch gesprochen. Die Lautsprecherdurchsagen und auch die Unterhaltungsprogramme erfolgen zusätzlich in deutscher Sprache.
Es gab Lesungen von Birgit Schrowange und Isabel Varell stellte in einer eigenen Show ihre neue Musik-CD vor. Ulla Kock am Brink hatte ihren Auftritt und lockte viele deutsche Gäste ins Royal Courts Theater.
Hier einige Bilder von der Fahrt über den Atlantik: (Alle Bilder von Gudrun und Hartmut Hoffmann)

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Ankunft in Southampton
Nach sieben Tagen war wieder Land in Sicht. Die Südküste Irlands und später Land’s End, die Südwestspitze Englands, tauchten am Horizont auf und Southampton war dann zwölf Stunden später der Liegeplatz für die QM2. Wir hatten uns für einen Landausflug per Bus nach Stonehenge angemeldet in Verbindung mit einer Stadtrundfahrt und Besichtigung der südenglischen Stadt Salisbury.
Hier einige Bilder vom Aufenthalt in Southampton: (Alle Bilder von Gudrun und Hartmut Hoffmann)

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Auf nach Hamburg
Wieder an Bord, wurde die letzte Etappe nach Hamburg angetreten. In gut 36 Stunden erreichten wir den Hamburger Hafen. Hier machte (unsere) QM2 morgens zum Sonnenaufgang am Kreuzfahrtterminal in der Hafencity fest. Nach dem Frühstück war für uns schweren Herzens Abschied nehmen angesagt.
Hier einige Bilder vom Einlaufen und Festmachen in Hamburg: (Alle Bilder von Gudrun und Hartmut Hoffmann)

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Wir erinnern uns gern an die schöne Zeit an Bord der QM2. Hatten wir doch, bis auf einen regnerischen Tag im Atlantik, nur Sonnenschein und königliches Wetter. Die Wellenhöhe betrug zumeist unter 2,5 Meter. Gern denken wir an die super Reise auf diesem majestätischen Schiff.

Hartmut und Gudrun Hoffmann