31.07.2021

„Black Tot Day“

Jahrhundertelang erhielt jeder bei der britischen Royal Navy täglich eine Ration Rum. Die Tradition endete am 31. Juli 1970.

Das Leben an Bord eines Schiffes war jahrhundertlang von anstrengender Arbeit und Verzicht geprägt. Die Umgebung war kalt und nass, der Ton oft rau, der Ausgang einer Reise ungewiss. Für viele Matrosen war es ein Lichtblick, wenn der Befehl „Splice the mainbrace“ ertönte. Ursprünglich wurde damit zu einer komplizierten Notfallreperatur an Bord eines Segelschiffes aufgerufen, im Laufe der Zeit wurde daraus jedoch ein Euphemismus für ein von der Obrigkeit autorisiertes, feierliches Trinken im Anschluss daran und schließlich zu jenem Befehl, welcher der Besatzung eine Extraration Rum später Grog gewährte.

Das tägliche Schlückchen Rum (1/4l) war unter Matrosen als „Tot“ bekannt. 315 Jahre lang war die Tradition in der einst stolzen britischen Marine aufrechterhalten. Am 31.07.1970 wurde die Rumration jedoch zum letzten Mal ausgeschenkt. Seitdem gilt dieser Tag als „Black Tot Day“, das Ende des „Tot“.

In der Geschichte gab es mehrere Versuche, die tägliche Rumration auf hoher See abzuschaffen. Man näherte sich diesem Ziel jedoch nur Etappenweise. 1850 etwa wurde die Ration halbiert und nur einmal pro Tag ausgeteilt, am Ende wurde die Menge auf ein Schnapsglas reduziert. Im Gegenzug bekamen die Matrosen einen höheren Lohn. Wer wollte konnte auch komplett auf die Austeilung des Rums verzichten, und erhielt stattdessen „Grog Money“.

1881 wurde die Rumration für Offiziere, 1918 schließlich auch für Decksoffiziere abgeschafft. Nach dem Ersten Weltkrieg hatten nur noch Unteroffiziere und die Bordmannschaft ein Anspruch. Im Laufe der Zeit wurde der „Tot“ immer unpopulärer, die Technik an Bord moderner Schiffe wurde zunehmend komplexer, das ließ sich mit dem Genuss von Alkohol nur noch schwer vereinen. 1950 soll nur noch jeder 3. Seine tägliche Rumration in Empfang genommen haben.
Als 1970 das britische Unterhaus über die endgültige Einstellung des „Tot“ diskutierte, gab es trotzdem eine emotional geführte Debatte, die als „Great Rum Debatte“ in die Geschichte des britischen Parlaments einging.

Am eigentlichen Beschluss änderte sich jedoch nichts. Am 31. Juli 1970 wurde um 11:00 Uhr zum letzten Mal Rumrationen an Seeleute der britischen Royal Navy ausgegeben. Zum Abschluss trugen viele Matrosen schwarze Armbänder, einige organisierten sogar symbolische Beerdigungen. Ein Stück Marinegeschichte war zu Ende.

 

29.07.2021

Täter vom Feuerschiff noch flüchtig

Emden. Rund einen Monat nachdem Unbekannte Löcher in den Rumpf des Emder Feuerschiffes „Amrumbank/Deutsche Bucht“ gebohrt haben, fehlt von den Tätern immer noch jede Spur. Es werde weiterhin auf Hochtouren ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin.

Zwar hätten sich nach einem Aufruf auch Zeugen mit Hinweisen gemeldet, diese hätten die Ermittlungen mit ihren Angaben bislang aber nicht vorangebracht. Die Polizei bittet daher, weitere Zeugen, die noch nichts mitgeteilt haben, sich zu melden.

Unbekannte hatten sich Mitte Juni Zugang zu dem Feuerschiff und Emder Wahrzeichen mitten in der Innenstadt verschafft und vier Löcher in den Rumpf gebohrt. Rund 18 Kubikmeter Wasser liefen daraufhin in den Maschinenraum. Ein Mitglied des Museumsvereins, dem das Schiff gehört, hatte den Einbruch aber rechtzeitig bemerkt und Schlimmeres verhindert.

Ein vom Museumsverein beauftragter Gutachter schätzte die Kosten auf rund 126 000 Euro.

Erst 2020 war das Schiff für knapp 5 Millionen Euro saniert worden.

 

20.07.2021

Das Schulauer Fährhaus begrüßt die neue Fregatte F 225 RHEINLAND-PFALZ

gestern, am Montag 19. Juli 2021 durfte ich während meines Dienstes in der Schiffsbegrüßungsanlage Welcomepoint im Neuen Schulauer Fährhaus die neue Fregatte F 225 RHEINLAND-PFALZ begrüssen. Die neue Fregatte für die Deutsche Marine fährt noch unter Werftflagge und kam von einer mehrtägigen See - Erprobung in Nord- und Ostsee zurück und war auf der Fahrt in die Hamburger Traditionswerft BLOHM & VOSS. Von der Fregatte kam ein 5 sec langes Typhonessignal als Gruß zurück.

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Mit maritimen Grüßen

Hartmut Hoffmann

 

14.05.2021

Zuwachs für die Flotte: Fregatte "Sachsen-Anhalt" wird in Dienst gestellt

Wilhelmshaven (ots)

Am Montag, den 17. Mai 2021 um 14 Uhr, wird die Deutsche Marine mit der "Sachsen-Anhalt" die dritte von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125 in Dienst stellen.

"Ich freue mich sehr über die Indienststellung der dritten von vier Einheiten. Wir brauchen die Einheit dringend, um einerseits unsere Bestandseinheiten von Verpflichtungen zu entlasten und andererseits aufgrund der fehlenden Ausbildungsinfrastruktur an Land auch diese Plattform zur Ausbildung unserer Besatzungen zu nutzen", erklärt Flottillenadmiral Ralf Kuchler (51), Kommandeur der Einsatzflottille 2.

 

10.05.2021

NATO-Operation in der Ägäis: Fregatte "Lübeck" sticht in See

Wilhelmshaven (ots)

Am Dienstag, den 11. Mai 2021 um 10 Uhr, verlässt die Fregatte "Lübeck" ihren Heimathafen Wilhelmshaven, um sich der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Im Einsatzgebiet in der Ägäis angekommen, wird sie den Tender "Werra" ablösen, der dann die Heimreise nach Kiel antritt.

 

22.04.2021

Tirpitz und Scheer nicht mehr zeitgemäß - neue Namen für Kieler Liegenschaft

 

23.03.2021

Chefwechsel nach sechs Jahren - Marine unter neuer Führung

Am 24. März 2021 übergibt der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn (61), das Kommando über die Deutsche Marine von Vizeadmiral Andreas Krause (64) an seinen Nachfolger Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach (55).

 

14.03.2021

Fregatte Lübeck in der Ostsee bei Eckernförde gesichtet

Ein ehemaliger SM-Boot-Fahrer, der zurzeit zur Reha in Damp weilt, hat mir die Erlaubnis gegeben zur Veröffentlichung seiner Fotos der Fregatte Lübeck, wie sie vor Damp kreuzt.
Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung, Herr Jürgen Weidenhaupt.

https://jabietz.de/fregatte-luebeck/category/aktuelles-zur-f214/

 

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